SCE-Quartett holt sich Westfalenmeistetitel in Lüdenscheid

Regen und empfindliche Kälte beeinträchtigten die zweitägigen Leichtathletik-Westfalenmeisterschaften der A- und B-Jugend im Lüdenscheider Nattenberg-Stadion. Der SC Eintracht Hamm war mit acht Athleten ins Hochsauerland gereist, die die Qualifikation für diese Meisterschaften erfüllt hatten.

Hohe Erwartungen hatte der SCE in die Sprintstaffel der männlichen B-Jugend gesetzt, die am zweiten Wettkampftag mit Christopher, Wegener, Jens Viandante, Markus Wagner, Marco Marinucci den Titel holen sollte. So waren die 100-m-Läufe am ersten Tag bei strömendem Regen und langen Wartezeiten vor jedem Start einzig vom Gedanken geprägt, die Staffel nicht durch eine Verletzung zu gefährden, so dass Marco Marinucci (11,70), Markus Wagner (11,80), Christopher Wegener (11,90) Jan Quade (12,01) und Jens Viandante (12,08) weit über den normalen Leistungen blieben.

Im Vorlauf ging es dann gegen die stärksten Konkurrenten Olympia Dortmund, TV Wattenscheid und VfL Gladbeck für das SCE-Team darum, die Weichen auf Sieg zu stellen. Mit eingestellter Bestzeit (44,26 Sek.) ließ die Staffel schon im Vorlauf aufhorchen und siegte mit klarem Vorsprung. Im Finale zogen die SCE-Jungen auf und davon. Mit bundesweit beachtlichen 44,11 Sek. (Platz zwölf in Deutschland) und neuem Kreisrekord ging der Landestitel an die Athleten im blaugelben Trikot, weit vor Gladbeck und Dortmund.

Prächtig schlugen sich dann auch Markus Wagner und Jan Quade über 200 m. Markus wurde in 23,60 Sek. Achter, Jan erzielte in Bestzeit (24,01) Platz zwölf. Pech hatte Philipp Buthe über 400 m. Nach den Normen auf Bahn acht im stärksten Zeitendlauf ausgelost, lief der SCE-Vier-telmeiler viel zu schnell an, führte bis auf die Zielgerade, musste aber dann in guten 53,31 Sek. dem Tempo Tribut zollen. Gleiches gilt für Annika Finke bei ihrem Meisterschaftsdebüt über 200 m. Nach zu flottem Beginn blieb auch sie in 28,52 Sek. unter ihren eigentlichen Möglichkeiten. Platz sieben gab es für die A-Jugendliche Sarah Schunck mit 31,62 m. Aber strömender Regen ließ nur Würfe aus dem Stand zu, so dass alle Athleten weit unter Normalform blieben.


von Horst Liewer, 18.06.2004

 

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